Realistische Kalkulation und Preisgestaltung in der Gastronomie

Realistische Kalkulation und Preisgestaltung in der Gastronomie: Schätzt Du noch oder verdienst Du schon?Schätzt Du noch oder verdienst Du schon?

Der Spass kann schnell bei falscher Preisgestaltung aufhören. Komm ins Verdienen, guckst Du:

In der Gastro gibt es viele Herausforderungen, wissen wir. Eine der größten ist jedoch die realistische Kalkulation und Preisgestaltung. Warum? Weil es nicht nur um das Überleben deines Restaurants geht, sondern auch darum, es zum Blühen zu bringen. Lass uns ehrlich sein: Viele Gastronomen haben keine Ahnung, wie sie ihre Preise richtig kalkulieren. Das Ergebnis? Geschäfte, die schneller schließen, als du „Reservierung“ sagen kannst. Lass uns das ändern.

Was bedeutet „realistische Kalkulation“? Es bedeutet, alle Kosten zu berücksichtigen, nicht nur die offensichtlichen wie Zutaten und Personal.

  • Miete und Nebenkosten Dein Restaurant braucht einen Platz zum Stehen, und dieser Platz kostet Geld. Vergiss nicht, auch Nebenkosten wie Strom, Wasser und Heizung einzukalkulieren.
  • Abschreibungen Dein schickes neues Kücheninventar und die eleganten Möbel nutzen sich ab. Diese Kosten solltest du jährlich berechnen und in deine Preisgestaltung einfließen lassen.
  • Marketing und Werbung Gäste kommen nicht von allein. Du musst sie durch Werbung, Social Media und besondere Events anlocken. Kostet Geld.
  • Lizenzen und Gebühren Von der Schanklizenz bis zur GEMA-Gebühr – viele Kosten verstecken sich in Form von Lizenzen und Abgaben. Übersehe diese nicht. Ein klassischer Fehler ist, sich nur an den Wettbewerbern zu orientieren. Du musst zwar den Markt im Auge behalten, aber deine Preise sollten in erster Linie deine Kosten decken und einen angemessenen Gewinn abwerfen.
  • Deckungsbeitrag berechnen Finde heraus, wie viel jedes Gericht kosten muss, um nicht nur die Zutaten, sondern auch einen Anteil deiner fixen und variablen Kosten zu decken.
  • Portionsgrößen optimieren Überlege dir, ob du die Portionsgrößen anpassen kannst, ohne dabei an Qualität zu verlieren. Manchmal ist weniger mehr – besonders wenn es darum geht, Verschwendung zu vermeiden und gleichzeitig die Zufriedenheit deiner Gäste hochzuhalten.
  • Premium-Optionen anbieten Überlege, ob du einige Gerichte im Premium-Segment anbieten kannst. Diese haben oft eine höhere Gewinnmarge und können dazu beitragen, die durchschnittliche Rechnung zu erhöhen.
  • Preiskommunikation Wie präsentierst du deine Preise auf der Speisekarte? Ein unscheinbarer Preis kann oft besser angenommen werden als ein großer, fetter Betrag. Studien zeigen, dass Preise ohne Währungszeichen (z.B. einfach „12,5“ statt „€12,50“) als weniger „teuer“ empfunden werden.
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Mache nicht den Fehler, zu billig zu sein. Zu niedrige Preise können dich ruinieren. Kunden nehmen oft an, dass günstiger gleich schlechter ist. Du willst doch nicht als der Billigheimer um die Ecke gelten, oder?

Nimm dir die Zeit, deine Kosten genau zu kalkulieren und setze deine Preise so, dass sie dir einen fairen Gewinn ermöglichen. Dein Restaurant und deine Gäste werden es dir danken.

Mach was. Nur nicht nichts.

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Anmerkung: Im Sinne einer leichteren Lesbarkeit wurde großteils auf die Unterscheidung des Geschlechts verzichtet. Sämtliche beschriebene Positionen beziehen sich selbstverständlich auf alle Geschlechter (w/m/d).

Gesamtes Medienmaterial im Snackreport stammt von den SNACKPROFIS.

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